28.09.2022 | Kategorie : Produkte

Räderwechsel mit STAHLWILLE

Von O bis O. Aber wenn, dann richtig!


Und wieder steht der Oktober vor der Tür. Für viele bedeutet dies neben dem Herbstanfang auch das jährliche Wechseln der Autobereifung. Muss man damit immer in die Werkstatt? Man kann auch selbst Hand anlegen. Dann sollte man aber unbedingt die richtige Ausrüstung parat haben:

 

Die richtige Ausrüstung

  1. Radkreuz oder Radmuttern-Schlüssel
  2. Wagenheber
  3. Drehmomentschlüssel mit Drehmomentbereich von bis zu ca. 260 N·m, je nach Fahrzeugtyp

 

Der richtige Zeitpunkt

Mit der Faustregel „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern, liegt man beim Zeitpunkt für den Wechsel der Bereifung immer richtig. Die Hersteller empfehlen in der Regel den Wechsel auf Sommerreifen, wenn die Temperaturen dauerhaft über +7 Grad Celsius liegen. Wer die Räder selbst wechselt, hat den Vorteil, dass er flexibel auf die Witterungsverhältnisse reagieren kann. Und zusätzlich entfällt das Warten auf einen Termin in der Werkstatt.

 

Die richtigen Arbeitsschritte

  • Ein einfacher Wagenheber gehört leider nicht (mehr) unbedingt zur Grundausstattung eines Pkw. Daher am besten vorher einmal prüfen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Wer seine Räder regelmäßig selbst wechseln möchte, sollte sich ein stabiles, hydraulisches Modell anschaffen, mit dem die Arbeit noch leichter von der Hand geht.
  • Bevor es losgeht, sollten die Reifen markiert werden, damit Sie beim nächsten Wechsel wieder richtig zugeordnet werden können. Am besten geht das mit einfacher Kreide, Wachsmalstiften oder mit einem beschrifteten Aufkleber (z. B. „VL“ für vorne links aus Sicht des Fahrers).
  • Da die Reifen auf der Antriebsachse meist schneller verschleißen, werden die Reifen, die auf der Vorderachse montiert waren, beim nächsten Wechsel auf der Hinterachse angebracht. Wichtig dabei ist, dass die Position auf der Achse (also links oder rechts) gleichbleibt, damit die Rotationsrichtung korrekt ist. Der linke Vorderradreifen wird also zum linken Hinterradreifen usw. Bei Allradfahrzeugen macht der Wechsel in der Regel keinen Sinn.
  • Bevor nun mit der Arbeit begonnen wird, muss das Fahrzeug vor dem unbeabsichtigten Wegrollen gesichert werden. Dafür die Handbremse anziehen, der erste Gang einlegen beziehungsweise den Automatik-Wählhebel in die „P“-Stellung bringen.
  • Nun folgt das Lösen der Radmuttern. Akku-Schlagschrauber erleichtern das Lösen, sollten aber nicht zum finalen Festziehen verwendet werden. Ein Voranzug bis ca. 80% des vorgegebenen Enddrehmomentes ist jedoch möglich.
  • Da auf Räder enorme Kräfte einwirken, müssen die Radmuttern mit einer definierten Kraft angezogen werden. Sie dürfen weder zu locker noch zu fest angezogen werden! Daher ist die Verwendung eines Drehmomentschlüssels unbedingt ratsam. Verwendet einen Drehmomentschlüssel, bei dem der Hersteller euch die Anzeigeabweichung garantiert und bei dem am besten auch ein Kalibrierzertifikat gemäß DIN EN ISO 6789:2017 beiliegt, bzw. vorhanden ist.
  • Anschließend stellt ihr den Drehmomentschlüssel gemäß Vorgaben des Fahrzeugherstellers (meist im Handbuch nachzulesen) ein und zieht die Radmuttern an. Wichtig: Schraubt die Bolzen, bzw. die Mutter zunächst mit der Hand lose an, ggf. voranziehen (s.o.) und verwendet erst dann den Drehmomentschlüssel für die finalen Drehmomente. Der Anzug sollte über Kreuz erfolgen. So vermeidet man ein Verkanten auf der Radnabe.
  • Achtung: Bitte den Drehmomentschlüssel nur einmal auslösen lassen und nicht mehrfach hintereinander anziehen, bzw. ein paar Grad weiterdrehen. Sonst überschreitet ihr das gewollte Drehmoment.
  • Zuletzt werden die Kompletträder aufeinander liegend oder auf einem Felgenbaum gestapelt. Wer selbst einlagert, sollte einen trockenen, lichtgeschützten Raum nutzen. Vorher werden die Reifen gesäubert, auf Schäden untersucht und auf eine ausreichende Profiltiefe geprüft.

 

Unser Produkt-Tipp

 

Passend zur Radwechsel-Saison gibt es unser STAHLWILLE Radmontage-Set 721QR/20/2/1 (40 – 200 N·m inklusive zwei Steckschlüsseleinsätzen und QuickRelease-Verlängerung). Wem die 200 N·m nicht ausreichen (oft SUV´s), für den haben wir den Typ 721Quick/30 (60 – 300 N·m) im Programm.

Damit seid ihr bestens gerüstet, denn das Set enthält zusätzlich zum Drehmomentschlüssel auch zwei Steckschlüsseleinsätze mit den für Radschrauben gängigen Schlüsselweiten 17 und 19 mm. Besonders praktisch: Die mechanischen Drehmomentschlüssel von STAHLWILLE verfügen über ein verschleißarmes Auslösesystem mit Biegestab. Damit entfällt das Rücksetzen auf »0«, dass bei herkömmlichen Drehmomentschlüsseln mit Druckfeder wichtig ist, um langfristig richtige Messergebnisse zu bekommen.

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